Bevor unsere Musik-Kollegin Marlies Pinwinkler am 30. Juni 2012 ihrem Hannes das JA-Wort gibt (Termin-Ankündigung), haben wir es uns nicht nehmen lassen, Marlies zu poltern! Und am Samstag, den 26. Mai war es so weit:
"gepolterte" Marlies
Marschmusik vom Feinsten
Zu Beginn dieses Abends lag es an uns musikalische Stimmung zu zaubern. So nahmen wir im Innenhof des Brandstatthofs in St. Lorenz am Mondsee Aufstellung und spielten Marlies, ihrer Familie und den bereits anwesenden Freundinnen den einen oder anderen Marsch.
einmal nicht mitspielen, gell?!
Speis und Trank
Um diesen Abend entsprechend fortzusetzen hat Marlies keinerlei Kosten und Mühen gescheut und uns nur mit dem Besten des Besten verköstigt:
frische Fleisch- und Wurstwaren
herzhaft gewürzt
kleine Stärkung vorab, Frau Pinwinkler?!
was will ein Musiker mehr?!
das hier! *g*
und das bei diesem Traumwetter bzw. Ausblick!
Nachdem das Hauptgericht verzehrt war, folgte noch der Nachtisch! Ein leckerer Kuchen reihte sich an den nächsten,...
Kuchenparadies
wenn auch für manche, in etwas ungewohnter Atmosphäre ;-)
Gerichtsverhandlung
Ehe die Nacht hereinbrach, musste die Marlies doch noch so richtig gepoltert werden und was lag näher als mit Marlies eine Gerichtsverhandlung abzuhalten. Da Marlies doch seit etlichen Jahren einige "Straftatbestände" verwirklicht hat, war es an der Zeit, dass sie dafür "einstehen" musste:
Der Gerichtsdiener, in Form unseres Kapellmeisters Georg Mayrhofer, hat dazu - nachdem das Hohe Gericht (Ursula Michl-Schwertl als Frau Rat Ursula und Christina Ellmauer als Schriftführerin Fräulein Christina) in den Verhandlungssaal eingezogen war, sowie die Angeklagte durch den Justizwachebeamten, alias Markus Niederbrucker, hereingeführt wurde - zu Beginn der Gerichtsverhandlung die Anklageschrift verlesen:
gestatten: Gerichtsdiener Georg
Schriftführerin Fräulein Christina
das Hohe Gericht
Justizwachebeamter Markus
Gerichts-Beamte mit Häftling
Auch die Gerichts-Zuschauer bzw. Prozess-Kiebitze waren - wie so oft - auch bei diesem Prozess anwesend:
Die Anklageschrift:
"Die Angeklagte Marlies Pinwinkler, von sonst sehr harmlosen Aussehens,
hat einem Mann mit dem Namen Hannes Gadermair
in die Augen gestochen und ihm den Kopf verdreht (daher den Tatbestand der schweren Körperverletzung verwirklicht), weiters seine Ruhe gestört (daher den Tatbestand der Ruhestörung verwirklicht),
sein Herz in Flammen gesetzt (daher den Tatbestand der Brandstiftung verwirklicht),
seinen Frieden geraubt (daher den Tatbestand des Friedensbruchs verwirklicht),
zum Alkoholkonsum verführt (daher den Tatbestand der Nötigung verwirklicht) und
ihm gewaltsam ein Geständnis abgerungen (daher den Tatbestand der Erpressung verwirklicht)."
Daraufhin wurde die Beweisaufnahme seitens des Gerichtes eröffnet und unter anderem sehr delikate Fragen gestellt.
sieht irgendwie schuldig aus, oder?! *g*
Da die Verhandlung in Form eines Geschworenenverfahrens abgewickelt wurde, hatte Marlies keine Möglichkeit die Antworten auf die ihr gestellten Fragen zu geben, denn das erledigten die 4 anwesenden Geschworenen (Renate Mayrhofer, Obmann Hannes Nußbaumer, Maria Nußbaumer und Katharina Wesenauer).
Fragen über Fragen:
"Was hat sich wohl die Angeklagte Marlies Pinwinkler gedacht, als sie zum ersten Mal
Hannes Gadermair gesehen hat?"
Geschworenen (singend):
"So ein Mann, so ein Mann, zieht mich unwahrscheinlich an, dieser Wuchs, diese Kraft,
weckt in mir die Leidenschaft!"
Lustig ging es weiter,...
Nächste Frage:
"Marlies, warum hast Du auf den Heiratsantrag von Hannes Gadermair mit 'JA' geantwortet?"
Geschworenen (singend):
"Ich will keine Schokolade, ich will lieber einen Mann.
Ich will einen den ich küssen und um den Finger wickeln kann!"
Diese Antworten brachten selbst das Gerichts-Personal zum Lachen:
Das laute Lachen der Geschworenen, wurde dem Hohen Gericht zu viel und so wurde an dieser Stelle die erste Ordnungsstrafe verhängt. Geschworener Hannes Nußbaumer musste dabei seine Geldbörse zücken und die Strafe gleich direkt an den Gerichtsdiener abliefern:
Nachdem auf diese Art und Weise unzählige Fragen seitens der Angeklagten, ähhhh seitens der Geschworenen, beantwortet wurden, kam das Hohe Gericht zu einem Urteilsspruch:
natürlich wurde das Urteil zuerst schriftlich ausgefertigt,...
zahlreiche Stempel, wie 'SEHR WICHTIG', 'DRINGEND' und selbst der 'MUSI-STEMPEL' ,
sowie die Unterschrift der Richterin
durften dabei nicht fehlen
ehe es mündlich vorgetragen wurde!
"Die Angeklagte Marlies Pinwinkler ist mitsamt ihrem Opfer Hannes Gadermair, der wie sich herausgestellt hat, auch zu allem fähig ist und an den gesetzwidrigen Vorkommnissen die Hälfte der Schuld trägt, in Haft zu nehmen. Beide werden auf die Lebensdauer zusammengeschmiedet und dazu verurteilt die Ehe lebenslänglich zu führen! Weiters ist die Angeklagte schuldig wie folgt":
Urteilsspruch - Punkt 1
"Marlies Pinwinkler ist schuldig, mit allen an dieser Gerichtsverhandlung beteiligten Personen als Kostenersatz dieses Verfahrens einen Schnaps zu trinken."
ein äußerst kostengünstiges Verfahren *g*
man betrachte bitte die farbliche Abstimmung :-)
Urteilsspruch - Punkt 2
"Marlies Pinwinkler ist weiters schuldig, sich am heutigen Tag für das hohe Gericht und die anwesenden Zuschauer 'hübsch' zu machen und zwar unter Anleitung!"
Ihre Cousine Christine durfte dabei Hand anlegen und Marlies mit verbundenen Augen die Zähne putzen, schminken, die Haare machen und die Nägel lackieren!
wie heißt es so schön:
"Wer schön sein will, muß leiden!" Nach diesen Strapazen durfte etwas durchgeatmet werden!
fesch ist sie geworden, unsere Marlies!
Urteilsspruch - Punkt 3
"Marlies Pinwinkler hat nun - entsprechend herausgeputzt - ihr Gegenüber mit Pudding zu füttern, bzw. mit Pudding gefüttert zu werden."
Dieses Spiel hatte Barbara, eine Freundin von Marlies, eingefädelt und wurde daher auch von ihr vorbereitet bzw. durchgeführt.
was kommt da wohl auf mich und meine Cousine Michaela zu?!
zaghaft ging es los,...
hat sie, oder hat sie nicht? *g*
Danke Barbara, für dieses Spiel!
Urteilsspruch - Punkt 4
"Marlies Pinwinkler ist weiters schuldig, ihr musikalisches Gehör unter Beweis zu stellen und 3 Märsche zu erkennen."
Marsch Nummer 1 - 'Erzherzog Albrecht Marsch':
angestrengter 'Blick'
ok, ok wir geben es zu:
Der Marsch ist einfach sehr schwer zu erraten!
Wurde aber von Marlies erraten!
Marsch Nummer 2 - 'Erzherzog - Karl Marsch':
Hierbei kam es zu einem
verräterischen Räuspern unseres Karl Feuerhubers...
... dennoch war es Marlies nicht möglich diesen Marsch zu erraten....
... ein gemeinsames Schnapserl mit Karl war sohin die Folge!
Marsch Nummer 3 - 'Unter dem Doppeladler':
Auch hier wurde versucht von Marlies das 'geflügelte' Wort Doppeladler zu erfahren,...
leider, ohne Erfolg!
Zugabe - 'Ruetz':
Dabei dachten wir uns "jetzt kennt sie einen", zumal doch der "Ruetz" einer der Lieblingsmärsche von Marlies ist.
Mit etwas Unterstützung seitens unseres Obmannes
gelang es Marlies diesen Marsch dann auch zu erraten, obwohl...
das eine oder andere Schnapserl aufgrund dieses Spiels
schon 'angenippt' werden musste.
Urteilsspruch - Punkt 5
"Marlies Pinwinkler hat darüber hinaus ihre Geschicklichkeit zu beweisen. Dabei hat sie gegen eine Konkurrentin ihrer Wahl drei Getränkeflaschen an Hand von Tampons, welche an ihrem Gürtel angebunden sind, von Kiste zu Kiste zu tragen."
Tja, so schnell kann es gehen:
Eben noch 'Spiele-Macher', schon 'Mit-Spieler'!
Liebe Marlies, schön einfädeln,...
hoffentlich in eine Flasche, welche auch mit Wasser gefüllt ist
(denn nicht alle waren das!)sieht seeeeeehr gut aus!
hopp, hopp, hopp!
und die nächste Flasche!
Eindeutiger Sieger dieses Spiels:
Gratulation!
Urteilsspruch - Punkt 6
Langsam aber doch ging es dem Ende zu, doch ein Urteilsspruch war von Marlies noch zu erfüllen: "Marlies Pinwinkler hat ihre 'Hausfrauenqualitäten' zu demonstrieren und während den Klängen des Rainermarsches 3 Eier bestmöglich in Schnee zu verwandeln, selbstverständlich gegen einen Konkurrenten ihrer Qual, äähhhh.... Wahl!"
schneller, schneller, schneller!Lieblingsklänge?!
eindeutig!
yep?!
Unser Obmann war kurzzeitig der Meinung er hätte gewonnen, da er die Schüssel umdrehen konnte und kein Schnee herausfiel. Er hat dabei jedoch übersehen, dass weder Eiklar noch geschlagener Schnee mehr in der Schüssel war, da er zuvor viel zu wild versuchte den Schnee zu schlagen. *g*
Mit dieser Aufgabenstellung war der "anstrengende" Teil für Marlies nun geschafft und es folgte noch ein - so hoffen wir - lediglich erfreulicher Urteilspunkt:
Urteilsspruch - Punkt 7
"Sofern die Verurteilte Marlies Pinwinkler obige Urteilspunkte vollinhalltich erfüllt hat" - und dies war eindeutig gegeben - "wird sie seitens der Bürgermusikkapelle Mondsee in den zukünftigen Stand der Ehe entlassen und ihr ein kleines Geschenk mit auf den Weg gegeben."
Selbstverständlich wurde ihr an dieser Stelle, neben dem Geschenk in Form eines Bildes mit den Unterschriften aller Musikkolleginnen, auch das schriftliche Urteil ausgehändigt, wobei eine "Berufungsmöglichkeit" gab es ohnedies nicht - das haben wir ihr ja bereits an anderer Stelle (siehe Bericht) angedroht, äähhhh mitgeteilt.
so sieht also ein Urteil im Namen der Bürgermusikkapelle Mondsee aus?!
13 Mal Marlies, na wenn das kein Glück bringt?!
Wir haben die Marlies gepoltert!
Liebe Marlies!
Vielen herzlichen Dank für diesen lustigen Polterabend mit Dir! Es war uns eine Freude Dir den "Prozess" zu machen!
Wir wünschen Dir und Deinem Hannes bereits jetzt einen wunderschönen und unvergesslichen Hochzeitstag am 30. Juni 2012!
Deine Freunde der Bürgermusikkapelle Mondsee
Link:
Termin-Ankündigung Hochzeit Marlies & Hannes
Fotos: Alexandra Holztrattner, Stefan Mayrhofer, Ursula Michl-Schwertl
Bericht: Ursula Michl-Schwertl