Von Diensag, 19. bis Sonntag, 24. Mai 2009 waren der Sängerbund Mondsee, der Gemeinderat der Marktgemeinde und ein Mondseeland-Klarinettenquartett in Frankreich um die Partnergemeinde von Mondsee, St. Jean d'Angély, zu besuchen.
Dies ist der zweite von zwei Teilen des Reiseberichts von Stefan Mayrhofer.
>Link: Hier finden Sie den ersten Teil: Frankreich Reisebericht Teil I.
Konzert am Abend
Um etwa 17.30 Uhr fanden sich der Sängerbund und das Klarinettenquartett in einem Innenhof in St. Jean ein, um die letzten Vorbereitungen für das Konzert um 18.00 Uhr zu treffen. Obwohl alle schon einen langen Tag hinter sich hatten, hieß es jetzt noch einmal: Vollste Konzentration!
Pünktlich um 18.00 Uhr begann dann das Konzert mit einem Chor aus St. Jean d'Angély, der sich sehr bemühte und mit seinen Darbietungen bei uns einen bleibenden Eindruck hinterließ.
Um kurz nach halb 7 ging es dann für uns los. Den Hauptteil unseres Konzertes übernahm der Sängerbund, manchmal wurde er dabei von den Klarinetten begleitet und immer wieder spielte das Klarinttenquartett auch Stücke alleine.
Konzert des Sängerbundes Mondsee
Nach dem Konzert spielte das Klarinettenquartett noch einige Stücke! Es war toll!!
(Lauter Reißer: Tritsch-Tratsch-Polka, Ungarischer Tanz Nr. 5, Radetzky Marsch,
That's a plenty, Milenberg Joys, Oh Lady be good, uvm. - einfach großartig)
Bürgermeister Feurhuber half uns beim Aufräumen!
Noch ein Abschlussfoto vom Klarinettenquartett
Und ein Gruppenfoto der Mondseer Gemeindevertretung
Einladung in den Sale Municipal
Nach diesem anstrengenden Tag lud uns die Stadt St. Jean d'Angély in den Veranstaltungssaal der Stadt zum gemeinsamen Abendessen ein. Es war ein sehr heiterer Abend!
Gute Stimmung im Stadt-Veranstaltungssaal
Ja, das war die Vorspeise! Ich kann Sie beruhigen:
Es hat genauso geschmeckt, wie es aussieht!
(Die Hauptspeise - a Hendl - und die Käseplatte danach waren dafür wunderbar!)
Nach dem Essen kamen 3 Musiker die traditionelle Musik spielten und
für eine super Stimmung sorgten.
Um ca. 23.30 Uhr ging es dann mit dem Bus zurück ins Hotel wo fast alle fast sofort ins Bett gingen. Nur vor den Musikerzimmern (37 und 38) trafen sich, wie schon am Tag davor und wie auch am Tag danach, noch einige Leute, um den abgelaufenen Tag zu analysieren. Außerdem beugten wir mit gebrannten, heimischen Produkten möglichen Mageninfektionen (verursacht durch die vielen fremden Speisen) vor. Sicher ist sicher.
Ausflugstag Freitag
Nach geleisteter Arbeit am Donnerstag schlüpften wir am Freitag in die Touristenrolle und machten einen herrlichen Tagesausflug mit sehr vielen wunderschönen Eindrücken.
Fenioux
Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Bus nach Fenioux und besuchten dort die Wallfahrtskirche, die ihren Ursprung im 9. Jahrhundert hat.
Die Wallfahrtskirche in Fenioux
Der Glockenturm steht abseits vom Kirchengebäude
In der Kirche
An diesem Tag sollte es sehr viele Fotomotive geben! Wir besuchten eindrucksvolle Orte und das Wetter hätte besser nicht sein können. Der Wer-macht-die-besten-Fotos-Wettbewerb war somit eröffnet! Als klarer Favorit ging Franz Wendl ins Rennen...
Ile de Re
Dann ging es mit dem Bus weiter auf die Insel "Ile de Re" (die "weiße Insel"), wo wir gleich den Hauptort St. Martin de Re anfuhren.
Auf dem Weg nach St. Martin de Re
Das malerische Hafenstädtchen St. Martin de Re
Meeresfrüchte mit fachmännischer Erklärung
Gemeinderäte und Klarinettenquartett setzten sich dann in St. Martin in einen netten Gastgarten um Mittag zu essen.
Beim Mittagessen
Eva Frauenschuh übersetzte für uns die Speisekarte
(und noch ganz viel mehr im Lauf unserer Reise: danke, Eva!)
Die meisten nahmen einen Fisch: sehr lecker!
Nach dem Mittagessen ging unserer Reise weiter an einen wunderschönen Strand auf Ile de Re. Dort befand sich auch der "Phare des Balaines" ("Leuchtturm der Wale"), den einige von uns erklammen (ich nicht). Viele nutzten den herrlichen Tag auch für einen Spaziergang entlang des Strandes.
Ile de Re
"Leuchtturm der Wale"
La Rochelle
Schließlich verließen wir die "Ile de Re" wieder und fuhren mit dem Bus weiter in die bekanntere und größere Hafenstadt "La Rochelle" ("kleiner Felsen"), wo wir am späten Nachmittag eintrafen.
Mittelalterliche Festungstürme in La Rochelle
Trubel in den Gassen von La Rochelle
Eines der bedeutendsten Bauwerke von La Rochelle ist das Rathaus ("Hotel de Ville") mit seinem Renaissance-Palast hinter der gotischen Festungsmauer. Der Innenhof bot sich, wie man sieht, als optimale Fotokulisse an...
Rathaus von La Rochelle
Le Maire - der Bürgermeister
Ein Bild für Götter!
Spät am Abend erreichten wir schließlich am Freitag wieder unser Hotel in St. Jean. Der Ausflugstag war unbeschreiblich schön. An dieser Stelle bedanke ich mich im Namen aller Mitgereisten bei Thomas Weismann, der diesen Tag maßgeblich geplant hat und uns sogar mit interessanten Infos rund um die Sehenswürdigkeiten verorgte. Danke, Thomas!
Sonnenuntergang nach einem traumhaften Tag
Abreisetag Samstag
Für den Samstag hatten wir keine großen Pläne mehr. Nach dem Frühstück checkten wir aus dem Hotel aus und hatten am Vormittag Zeit, uns in der Markthalle im Zentrum von St. Jean mit französischen Köstlichkeiten zu versorgen. Um 11.00 Uhr sollten wir dann von der Stadtleitung offiziell verabschiedet werden.
Das Klarinettenquartett hatte am Samstagvormittag die Instrumente mit, weil wir unter Umständen bei der Verabschiedung noch spielen sollten. In der Markthalle mit Klarinettenkoffer und Notenständer herumzulaufen war uns aber irgendwie zu mühsam...
So beschlossen wir kurzerhand, unsere Instrumente nicht weiter herum zu tragen, sondern sie einfach zu benützen! Ganz in der Mitte der Markthalle bauten wir die Notenständer auf und begannen zu spielen - zur Überraschung der zahlreichen Einheimischen: So etwas hatten sie wohl noch nie erlebt.
Straßenmusiker mitten im Gemüse
Wir stellten einen Klarinettenkoffer für freiwillige Spenden auf und nachdem wir etwa eine dreiviertel Stunde gespielt hatten - nochmal unserer ganzen Reißer rausholten - hatten wir sage und schreibe 45 Euro beisammen! Coole Sache!
Offizielle Verabschiedung
Um 11.00 Uhr wurden wir dann offiziell verabschiedet. Die Stadtführung hatte ein Abschiedsbuffet für uns vorbereitet.
Singing Sängerbund
Chorleiterin Gertrud Kotschy
Vor dem endgültigen Abschied wollten natürlich nochmal alle mit dem Mondseer Bürgermeister anstoßen und sich fotografieren lassen. Es folgt eine kurze Feurhuber-Fotoserie:
Bürgermeister Karl Feurhuber
2 Bürgermusiker in Frankreich: Stefan und Karl
Anstoßen zum Abschied
Schließlich waren wir zum sehr guten und sehr ausgiebigen Buffet eingeladen!
Die frischen Erdbeeren waren so lecker wie sie aussehen!
Kurz vor der Abreise kamen nochmal die französischen Musiker und es wurde ein letztes Mal getanzt.
Heimreise
Um 12.45 Uhr ging es von St. Jean d'Angély mit dem Bus nach Paris wo wir um 20.20 Uhr wieder den Liegewagenzug nach München nahmen. Von der langen Fahrt gibt es nicht viel Besonderes zu berichten, außer dass die Stimmung durchwegs sehr gut war!
Das Abteil von Hans Thal wurde kurzfristig zum "Jausenabteil" erklärt und einige Sängerbund-Mitglieder und Klarinettisten fanden sich ein, um ihr Essen zusammenzutragen und zu teilen. Sehr lustig!!
Sehr gute Stimmung im Jausenabteil
Um 10.45 trafen wir am Sonntagmorgen wieder bei der Tankstelle Feichtinger in Mondsee ein. Alle waren ein bisschen müde, aber die Stimmung war nach dieser tollen Reise trotzem sehr, sehr gut. Damit war das Ende eines unvergesslichen Ausflugs erreicht!
Eines noch: Die Marktgemeinde hat Franz Wendl als Fotograf für die Reise mitgeschickt. Er wird seine Aufnahmen in eine Bildpräsentation verpacken, die Musik hinterlegt ist und zu einem Vortragsabend einladen. Diesen kann ich jetzt schon wärmstens empfehlen!
Präsentationsabend mit vielen Bildern von Franz Wendl folgt!
Danksagung
Abschließend möchte ich mich bei einigen Leuten bedanken.
Zu aller erst bei Roland Starlinger, dem Obmann des Sängerbunes Mondsee, für die perfekte Organisation dieser großen Reise und dafür, dass ihr uns 4 Klarinetten mitgenommen habt,
bei Chorleiterin Gertrud Kotschy für die professionelle Leitung unsere musikalischen Einsätze und die umsichtige Betreuung des Klarinettenquartetts - vor und während der Reise,
beim Bürgermeister von Mondsee und meinem Musikkollegen Karl Feurhuber fürs Mitfahren dürfen und für die Versorgung der Musiker, wenn Essen oder Trinken knapp wurden,
bei den netten Vertreterinnen und Vertretern der Stadt St. Jean d'Angély für die überaus freundliche Aufnahme bei euch,
bei Thomas Weismann für die Organisation der herrlichen Ausfugsfahrt am Freitag,
bei Kathi Ramsauer, Manuela Mayrhofer und Thomas Knoblechner, meinen genialen MitklarinettistInnen - mit euch spielen war einfach Weltklasse,
bei Sepp Handl, dem Kapellmeister der Musikkapelle Tiefgraben, der für das Klarinettenquartett sehr viele Stücke arrangiert hat - ohne dich hätten wir nicht spielen können, Sepp - und natürlich
bei allen Mitgereisten Sängerbund- und Gemeinderatmitgliedern für die vielen lustigen Stunden und die gute Stimmung während des gesamten Ausflugs!
Gesamtfoto der Reisegruppe
(Bild zum Vergrößern anklicken)
Fotos:
Karin Buzeczky,
Christine Grabner,
Thomas Knoblechner,
Pepi Schneider,
Maria Schwaighofer,
Franz Wendl (von dem ist aber nur das letzte Bild) und
Stefan Mayrhofer
Ich danke euch allen für das Zuschicken eurer tollen Bilder!!
Bericht:
Stefan Mayrhofer